Межигори

Mahlzeit liebe Leser,

heute mal eine Vorstellung des neuen Nationalparks „Межигори“ (Meschigori). Neu, da es das verlassene Anwesen des geflüchteten ehemaligem Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch ist. Im Zuge der damaligen Demonstrationen hat er die Ukraine verlassen und wurde somit abgesetzt. Laut eigenen Angaben „habe er sich bedroht gefühlt und wird sobald sich die Lage beruhigt hat, wieder in die Ukraine zurückkehren.“ Bis heute hat man ihn hier nicht mehr gesehen, da er in Deutschland auf eigenen Wunsch Putins in Russland Asyl erhalten hat. Ein 138 Hektar großes Gebiet, das ein Symbol für die maßlose Selbstbereicherung darstellt. Auf diesen 138 Hektar befanden sich ein eigener Golfplatz, ein 5km langer Abschnitt Strand zum „Kiewer Meer“ (riesiger Stausee Kiews), ein eigenes Schiff, ein eigener Zoo und vieles, vieles mehr!

Karte des Gebietes
Karte des Gebietes

Das ist bereits mein zweites Mal dort, da ich im Oktober bereits mit meinem Vorfreiwilligen Ilja dort war. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Georg aufgrund Visaprobleme in Deutschland. Deshalb wollte ich es ihm zeigen. Das Anwesen liegt ein Stück im Norden, außerhalb von Kiew, umgeben von anderen großen Villen und Häusern. Unteranderem haben die Klitschkos dort auf ein Haus. Das gesamte Anwesen wurde zum Nationalpark erklärt und ist jetzt schon ein beliebtes Touristenziel. Alles ist dort leider nicht mehr erhalten, da man die exotischen Tiere aus seinem Zoo, solche wie Löwen oder ähnliche, bereits an öffentliche Zoos verkauft hat. Außerdem wurde seine Oldtimersammlung bestehend aus 18 Autos und seine Autos, die er wirklich gefahren ist, bereits weggeschafft wurden. Selbstverständlich sind unter diesen 8 Autos nur Lamborghinis, Ferraris und Rolls-Royce.

Das eine von 3 Häusern
Das eine von 3 Häusern

Garage
Garage
Vorgarten
Vorgarten

Ich werde nun ein paar Bilder hinzufügen, dass ihr euch ein Bild davon machen könnt und selbst urteilen könnt. Meine Meinung dazu ist ziemlich eindeutig. Ein maßloses Beispiel an Selbstbereicherung, Korruption und Egoismus, der dem ganzen Land nicht nur wirtschaftlich, sondern auch Imagemäßig geschadet hat. Auch die Aussage „dass er nur auf Grund von Bedrohungen geflohen sei und wiederkommen werde, sobald sich die Lage beruhigt hat“ ist Beispiel seines Charakters.

Sein Garten
Sein Garten

Sein eigener Abschnitt zum Kiewer Meer
Sein eigener Abschnitt zum Kiewer Meer
Sein Wald
Sein Wald
Ein Trampolin auf seinem Golfplatz
Ein Trampolin auf seinem Golfplatz
der  Anfang seines Zoos
der Anfang seines Zoos
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 Kulturschock

 

Hallo liebe Leute,

in diesem Eintrag werde ich rückblickend etwas über das einwöchige Zwischenseminar in Berlin erzählen. Wir sind am 22.Februar um halb elf am Flughafen Tegel in Berlin angekommen! Von dort aus mussten wir dann eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren und wurden dort dann von der Haltestelle abgeholt und in das Haus am Wannsee gebracht.

Den ersten Schock erlitten wir schon direkt nach dem Verlassen des Flughafens, nachdem wir auf deutsch angesprochen wurden, woher denn der Flieger sei. Ich war überfordert mit der Situation und antwortete auf ukrainisch. Als ich bemerkte, dass er mich verdutzt und verwundert anschaut, merkte ich, dass es falsch war und antwortete auf deutsch und zischte ab.

Der Weg von Berlin Tegel war nicht allzu lang, wir waren ca. 30 Minuten mit dem Bus und 20 Minuten mit der S-Bahn ab „Charlottenburg“ unterwegs. Von der Haltestelle „Nikolassee“ wurden wir dann auch von einem unserer Teamer (das sind ehemalige Freiwillige) abgeholt und der kurze Weg durch den Wald wurde dann zusammen bestritten. Dort angekommen wurden mit von einer anderen Teamerin mit Tee empfangen. Wir waren die ersten und so wurden Geschichten aller Art erzählt und Erfahrungen geteilt. Es vergingen ein paar Stunden bis die anderen Freiwilligen nach und nach ankamen, die Freude war groß sich wieder zu sehen und es wurde gemeinsam weitererzählt und Tee getrunken.

Ein Beispiel der vegetarischen Küche

Nachdem die Zimmer dann bezogen waren, trafen wir uns und besprachen den gesamten Plan für die Woche und die Freude war groß. Leider war auch nicht alles perfekt, da viele Probleme mit sich trugen, die durch bzw. direkt den Freiwilligendienst betreffen. Diese wurden dann aber im Laufe der Woche geklärt und die Stimmung hellte immer mehr auf, bis man merkte, dass die Woche sich auch schon wieder dem Ende neigt und man sich wieder ein halbes Jahr in die Welt verstreuen wird.

Dennoch war es eine schöne Woche und ich war begeistert davon die Geschichten der anderen zu hören !

Beim Essen am Esstisch
Der bosnische Tanz, vorgeführt von den Freiwilligen in Bosnien

 

Der Seminarraum

 

 

Ein bisschen Kultur

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Hallo liebe Leute,

am 19. Februar habe ich mich mit einer Mutter zusammengesetzt, um das Nationalgericht Borschtsch zu kochen und auch gleichzeitig das Rezept aufzuschreiben! Borschtsch ist eine traditionelle Suppe aus Roter Beete mit Kartoffeln, Karotten, Fleisch und Kohl. Theoretisch kann man sich jedes Gemüse reinschneiden, das man haben möchte. Es gibt viele verschiedene Varianten von Borschtsch, obwohl die Zubereitungen immer sehr ähnlich sind.
Ich werde noch ein paar Bilder einfügen, die an diesem Abend geschossen wurden. Falls jemand an dem Rezept für Borschtsch interessiert ist, kann er mich anschreiben oder sich sonst irgendwie bemerkbar machen.

Es hat richtig viel Spaß gemacht, mal wieder was neues zu kochen und lecker war es auch! Borschtsch ist hier eines meiner Lieblingsgerichte und das haben inzwischen viele Mütter mitbekommen, deshalb werde ich oft auf ein Abendessen mit Borschtsch eingeladen. Das wird natürlich immer dankend angenommen! 🙂

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Liebe Grüße und einen schönen Abend,

Paul 🙂

PS: Ich habe gemerkt, dass mein Blog ziemlich langweilig und unbenutzt ist. Ich werde das in Zukunft ändern und wieder mehr Einträge publizieren! 🙂

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Ich werde hier nun ein paar Bilder posten, die das letzte Drittel Jahr beschreiben ! Ich werde mit dem gleichen Thema noch einen Post machen, da ich selbst noch nicht alle Bilder hab und viele auch schon sicher archiviert sind ! 

    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
 

Erstes Quartal

Guten Abend liebe Leser,

da nun eine Weile nichts mehr von mir kam, da ich schlicht und einfach keine Themen anzusprechen hatte und auch nichts Großartiges passiert ist. Nun aber zu den ersten drei Monaten hier, ein kleines Feedback sozusagen.

Ich bin am 30. August hier angekommen und verfasse diesen Text nun am 05.12.2015. Diese drei Monate sind in meinen Augen wichtige drei Monate gewesen, da es um das Einleben in das Leben, die Arbeit und die Umgebungen ging. Weiterhin auch, um Selbstständigkeit und Verantwortung aufzuweisen. Das Einleben ist nun vollendet, man kennt uns im Zentrum, weiß über unsere Russischkenntnisse Bescheid und über unsere Position hier. Bei der Arbeit im Office ist viel Selbstständigkeit gefragt, da wir bestimme Ziele bzw. Visionen von André, unserem deutschen Chef, gesagt bekommen und dürfen unsere Ideen und Vorschläge äußern. Gerade sind wir dabei eine Hockeyorganisation für die Ukraine, sprich auf Landesebene, aufzubauen. Da es sowas in der Art noch nicht gibt, müssen wir uns Beispiele in Deutschland suchen und daran festhalten. Es dabei vor allem um strukturelle Dinge, wie auch bei jedem anderen Verein, z.B. wer wählt den Präsidenten und wie viel Macht besitzt er in Entscheidungen bzw. wodurch wird er eingeschränkt. Ihr könnt mir glauben, dass das nicht so einfach zu finden ist, wie es sich anhört! Das war nur eines der Visionen, an den gefeilscht werden soll. Es sind zurzeit mehrere Großprojekte in den Köpfen der Belegschaft.

Zu der Arbeit mit den Kindern muss man sagen, dass diese nun auch verstanden haben, dass wir nicht fließend mit ihnen sprechen können und manchmal etwas Hilfe brauchen. Die Kinder nehmen das gelassen hin und fragen darauf die Mutter, die uns das mit Händen und Füßen erklärt. Es gibt natürlich Kinder mit denen besser und schlechter zurechtkommt, aber alles in Allem ist alles prima! Ich werde auch so gut wie immer zum Essen eingeladen und habe auch schon ein Rezept für die traditionelle Suppe erhalten zum Nachmachen!

Auch Freunde haben sich gefunden mit denen man die ein oder andere Bar abklappert, die ein oder andere Hausparty feiert oder einfach nur abends unterwegs ist und die Stadt besichtigt.

Nun zu einem etwas anderem Thema nämlich die Reaktion auf Deutsche hier. Da die Nazis auch hier ihre Spuren hinterlassen haben, gibt es geteilte Meinungen über Deutsche bzw. Deutschland. Manche sagen, Hitler hätte die Ukrainer von der Sowjetunion gerettet. Andere sagen, dass die Nazis hier ein Massaker angerichtet haben. Es waren um die 4 Millionen zivile Bürger, die starben, darunter 1,5 Millionen jüdische Mitbürger. Auch 2 Millionen Zwangsostarbeiter wurden nach Deutschland verschleppt. Fakten lügen nun mal nicht. Nun aber zu meinen Erfahrungen und Reaktionen. Der Grund für diesen extra Exkurs, ist vor nicht mal einer halben Stunde  passiert. Wir waren im Einkaufsladen und haben uns unterhalten, was wir denn brauchen und wollen. Wir haben bemerkt, dass ein Mann uns aufmerksam zugehört hat, haben es aber nicht weiter beachtet. Als wir aus dem Laden rausgingen, wartete der Mann auf uns und hielt uns an. Er drückte uns darauf hin eine Beilage zum Alkohol trinken in die Hand ( in der Ukraine wird nie ohne eine fettige Beilage getrunken, da diese das zu schnelle Betrunkensein verhindert). Er erzählte uns darauf von seinem Opa, dass er eine Weile in Deutschland gelebt habe und dort die beste Zeit seines Lebens verbracht hat. Außerdem nimmt er die Deutschen als höflich, zuvorkommen und hilfsbereit auf. Auch erzählte uns von deutschen Freunden, die ihm in einer Notsituation aufgeholfen haben.

Das war um ehrlich zu sein, die erste Reaktion solcher Art. Wir waren gerührt und nahmen das Geschenk an und erzählten noch 5 Minuten mit ihm bis wir uns daraufhin verabschiedeten. Normalerweise werden wir nur schief angeschaut oder im Extremfall auch mal angepöbelt. Wir gehen diesen Leuten dann aus dem Weg und ignorieren sie.

Abschließend kann man sagen, dass die ersten drei Monate super verlaufen sind. Russischkenntnisse sind im stetigen Verlauf verbessert worden, die Integration in das Zentrum „Our Kids“ hat super funktioniert und auch die Leute nehmen uns herzlich als Mitglied im Zentrum auf. Ich würde mich freuen, wenn das so bleiben würde! Zurzeit wird es immer kälter. Die Temperaturen sinken hier inzwischen auf -5 Grad in unter einer Woche von +5 Grad. Ich hoffe auf einen langen, kalten Winter mit viel Schnee, da ich ihn in diesem Ausmaß in Deutschland noch nicht erlebt habe!

Das war’s erstmal von mir. Bei Fragen einfach kommentieren oder mich privat unter meiner Emailadresse anschreiben.

Bis dann und eine schöne Adventszeit wünsche ich allen!

Paul

Sport

Guten Morgen liebe Leser,

heute vielleicht ein paar Worte zu meinem Sportprogramm hier im Osten. Hier im Kinderheim habe ich einen sehr engagierten Chef, der sich sehr für den Hockeysport einsetzt. 80% der Kinder fahren hier mindestens Inliner! Unser Chef differenziert aber akribisch zwischen Inliner fahren und Hockey spielen und sogar zwischen 2 untergeordneten Arten der beiden, nämlich Inline-/Hockey-Sport und -Fitness. Diese beiden Unterarten unterscheiden sich vor allem in der Häufigkeit des Trainings und an der Ernsthaftigkeit im Training. Ich habe mich vorerst für Hockey Sport gemeldet, was für mich bedeutet, fünf mal die Woche Training + ein Spiel am Wochenende. Zu meinen Hockey Künsten kann man sagen, dass ich das Grundprinzip verstehe aufgrund der Ähnlichkeit zum Handball, jedoch die Koordination mit den Skates, dem Schläger und der Gesichtsmaske manchmal Schwierigkeiten bereitet. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht den Meister 🙂

Die Ausrüstung hier ist ziemlich ausgezeichnet, jedes Kind besitzt ein volles Set Eishockey Ausrüstung bestehend aus Handschuhen, Knieschoner, Ellenbogenschoner, Brust- und Schulterschoner, Schutzhosen, Helm, Schläger und Schuhe. Die Schuhe kaufen sich die Kinder aber meistens neu, damit sie noch besser passen. Die Ausrüstung gehört den Kindern bis sie aufhören oder das Heim verlassen!

Da ich wusste, dass der Hockeysport hier sehr beliebt ist, haben Georg und Ich uns eigenen Inliner mitgebracht. Was wir nicht wussten: Inliner ist nicht gleich Hockeyschuh. Deswegen sind wir am Überlegen, ob wir uns Hockey schuhe kaufen, da diese besser angepasst an den Hockeysport sind und keine Bremse an einem der Schuhe haben.

Am Anfang haben wir natürlich bei den Kinder/Anfängern mittrainiert bis wir die grundlegenden Dinge konnten. Inzwischen spielen und trainieren wir schon bei den Herren mit, wenn auch weniger gut. Aber nochmal: Übung macht den Meister:

Inzwischen regnet es viel und es ist kalt geworden. Aufgrund dem Regen fällt das Hockey abends meistens flach, da der Platz einfach zu nass ist, um darauf Hockey zu spielen. Ausweichend wird dann Theorie mit Videoanalyse gemacht oder eine „Trockentrainingssession“ im Fitnessstudio. Das Hockey spielen macht sehr viel Spaß, auch wenn es anstrengend ist, vor allem für den Rücken, da man immer Belastung auf den Oberschenkel und dem Rücken durch die spezielle Haltung hat. Mein Boss plant im Mai/April auf Turniere in andere Städte zu gehen bzw. ein Turnier auf dem eigenen Platz zu veranstalten. Da man immer auf dem Platz in Russisch spricht, lernen wir auch viele neue Ausdrücke und Vokabeln rund um das Spiel und um alltägliche Dinge. Das Hockey-Sport-Team besteht zurzeit aus 10 Leuten, die regelmäßig kommen. Geplant sind 15 Leute pro Team, sodass man auch mal 6 gegen 6 spielen kann und nicht andere Mannschaften einladen muss ein Spiel zu spielen. Ich bin zuversichtlich, dass wenn wir am Ball bleiben die Fähigkeit Inliner zu fahren und mit dem Schläger umzugehen sehr gut wird. Auch mein Chef, Andre, denkt das!

Das war erstmal von mir, falls Fragen da sind einfach benachrichtigen 🙂

Viele Grüße aus dem kalten und nassen Kiew!

Пауль Пальме 🙂

    

  

  PS: Auf dem Bild links ist Ilja, der Freiwillige von vor 2 Jahren. Er war mit seinem Kumpel Christian hier eine Woche zu Besuch und hat bei mir gewohnt. War ne coole Zeit, du alter Гопник. 

Er hat selbstverständlich an den Trainingseinheiten und dem Spiel am Wochenende teilgenommen. 🙂

Arbeit

Hallo ihr Lieben,

da ich in letzter Zeit sehr viel zu tun hatte mit der Arbeit und deshalb nicht dazu kam einen Beitrag zu verfassen, kommt jetzt einer über meine Arbeit während meiner Arbeitszeit!

Mein Arbeitstag startet um 9 Uhr und ist voll von verschiedenen Jobs. Entweder helfen wir der Eventmanagerin Stühle für ein Event zu richten oder umzustellen, bei besonders großen Events helfen wir ihr auch Bögen zusammenzubinden bzw. aufzuhängen oder auszuteilen.

2000 Kopien zusammenbinden und austeilen
2000 Kopien zusammenbinden und austeilen
Wieder beim designen von Webseiten und übersetzen von den Texten der Gründerin
Wieder beim Designen von Webseiten und übersetzen von den Texten der Gründerin
Oft helfen wir auch dem Hausmeister bei Jobs wie Garagen ausräumen, alte Räume sauber machen oder Heizungen und andere Dinge zu tragen und zu installieren. IMG_2224IMG_2225

Auch der Sportmanager braucht unsere Hilfe beim Langhantel rumtragen, Hockeyausrüstung einzuräumen oder Werbung für ein Hockeyevent in unserem Zentrum ,an die dafür vorgesehenen, Tafeln vor den Häuserblöcken anzubringen.

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Häuserblocks auf der anderen Seite des Sees
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Mittagspause beim Designen von Webseiten

Auch hier werden wir von unserer Webdesignerin eingespannt, die die neuen und alten Webseiten der Organisation und des Zentrums verwaltet und aktualisiert. Beispielsweise mussten wir schon Texte ins Deutsche übersetzen und Dokumente mit den Daten und den Übersetzungen auf die neuen (noch nicht öffentlichen) Seiten hochladen. 

http://www.gpu-society.org/our-kids.html    GPU-Society ist die Gründerorganisation des Kinderheims Zentrum „Our Kids“

http://ourkids.eu/     Das ist die Webseite (bald alte) von dem Kinderheim, welcher gleichzeitig mein Arbeitsplatz und ein Wohnort ist. Es gibt auch eine 3D-Tour durch das Gelände. Schaut doch mal vorbei! 🙂

Das waren erstmal ein paar Eindrücke meiner Aufträge in der Zeit von 9-15 Uhr, die ich im Büro (mehr oder weniger) verbringe. Von 15-19 Uhr bin ich in einer der beide, mir zugeteilten, Familien und bekomme dort verschiedene Aufgaben. Abhängig davon wie alt die Kinder sind, muss ich mit den Älteren das Gelände und zum Friseur gehen. Mit den Kleinen wird häufig nur Lego gebaut oder einfach Kinderspiele gespielt. Mit den Kindern, die in die weiterführende Schule gekommen sind, werden vorwiegend Mathe-, Deutsch- und Englischhausaufgaben gemacht.

Ich habe auch in den Familien Tiere. Zum Beispiel in der einen Familie einen Hund namens Синбад  (gelesen: Sinbad), ein verspielter und sehr aktiver schwarzer Cocker-Spaniel, der wirklich sehr kuschelig und verschmust ist

Sindbad beim Erschnüffeln von Essen
Sindbad beim Erschnüffeln von Essen
In der anderen Familie gibt es einen grauen Kater Мартин (gelesen: Martin), der 1 Jahr alt ist und sehr verschmust, außerdem noch sehr verspielt wie es junge Katzen eben sind.   
 

Aber natürlich bin ich nicht wegen den Tieren in den Familien, sondern wegen den Kindern. Zusammengerechnet aus beiden Familien habe ich 12 Kinder, um die ich mich kümmern muss. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, da sie durch die verschiedenen Altersgruppen und die verschiedenen Persönlichkeiten sehr abwechslungsreich und verschieden ist. Von den Kindern habe ich leider noch nicht viele Kinder, weil ich keine Bilder gemacht habe bisher. Bilder werden aber noch folgen 🙂 

   

До свидания und bis bald Paul 🙂

PS: Langsam wird es kälter, inzwischen hat es 5 Grad gegen 12 Uhr mittags und in den Nächten bereits Minusgrade!

Erster Schritt geschafft!

Hallo ihr Lieben,

mein Sprachkurs ist jetzt vorbei und es waren 3 sehr aufregende, interessante und ereignisreiche Wochen. Ich habe sehr viel dazugelernt, auch neue Leute! Here I’d like to give a huge shoutout to Basel, Jake, Laura, Olga and Jan, thank you all for the good time we had together in Bars, Lessons and in the Bakery!

Zu meinen russisch Kenntnissen kann man sagen, dass ich mich auf eine einfache Unterhaltung einlassen kann, aber beim Friseur wird es schon wieder kritisch ihm zu erzählen was man genau haben will. Wir werden, so wurde es uns gesagt, einen weiteren Sprachkurs von unserem Chef bekommen, da er denkt, dass es sich sehr lohnt das zu tun und es für die Arbeit ebenfalls seine Früchte tragen wird. Dies ist auch für ihn das erste Mal, da unsere Freiwilligen davor immer schon russisch konnten, sei es lesen, sprechen oder verstehen (Liebe Grüße an Vera an dieser Stelle, hoffe dir geht es gut in Deutschland.)

Weiterhin kann man sagen, dass wir schon eine neue Freundin gefunden haben, die sehr gut Englisch spricht und uns nebenbei russisch versucht beizubringen bzw. uns andere schöne Plätze in Kiew zeigt. Eine ihrer wichtigeren Aufgaben ist das Übersetzen, wenn sie mit uns unterwegs ist und das Bestellen von Getränken, die wir noch nicht kennen. Beispielsweise half sie mir eine ukrainische SIM-Karte zu ordern, per Whatsapp, indem sie mir den russischen Text vorschrieb und ich diesen der Verkäuferin einfach nur vorgestreckt habe.

Das Einleben und der Alltag fällt mir/uns von Tag zu Tag einfacher und ich fühle mich hier immer mehr angekommen, man könnten schon fast zuhause sagen! Auch die Kommunikation mit den Eltern der Kinder wird immer eingespielter und fällt uns von Tag zu Tag einfacher. Die Arbeit mit den Kindern macht sehr viel Spaß und ist ebenfalls hilfreich für uns, da wir auch von ihnen bei russische Wörter und Redewendungen beigebracht bekommen. Alles in allem kann man sagen, dass alles von Tag zu Tag einfacher wird und wir hier mit offenen Armen, trotz der fehlenden russisch Kenntnisse, aufgenommen wurden und ich sehr froh bin hier zu sein! 

 
  

Пока и многие привет из Киева
Паул Пальме ☺️

Monumente

Liebe Leser,

Ich wohne jetzt seit 6 Tagen hier in Kiew und habe mich bereits so toll eingelebt!

Abgesehen von manchen Glückseinkäufen und falschen Einkäufen aufgrund der fehlenden Kommunikation unsererseits, sind wir heute durch Kiew gelaufen und haben die großen Denkmäler angeschaut, die ein Wahrzeichen der Stadt sind und worauf die Ukrainer ungemein stolz sind !

Родина-мать (Russisch) – Батькiвщина-мать (ukrainisch) – Mutter Heimat (deutsch ) 

 
Eine riesige Statue, die man fast von überall sehen kann. Sie ist ein Gedenken an den sowjetischen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg (in Deutschland Ostfeldzug des zweiten Weltkriegs), der jedem ein Begriff sein wird. Es braucht ein wenig Zeit, um von zuhause dort hin zu gelangen, aber es lohnt sich! Die Aussicht von oben ist atemberaubend und die Statue an sich ist schon sehenswert genug!

Голодомоp (ukrainisch) – Holodomor (Tötung durch Hunger) ist ein Denkmal, dass an die Millionen Opfer einer menschengemachten Hungersnot erinnert. Bis heute ist die Frage ungeklärt, ob Stalin diese vorsätzlich verursacht hat, um gegen den ukrainischen Aufstand anzukommen. Ein anderer Grund für diese Hungersnot können die wetterbedingten Missernten und die durch Stalin eingeführte Zwangskollektivierung, welche viel zu hoch waren, sein. 

 
Das letzte Monument, von dem ich euch erzählen möchte, ist das Denkmal des Unbekannten Soldaten  

 
Es ist ein Gedenken an die namentlich unbekannten Opfer des 2. Weltkrieges (dem Großen Vaterländischen Krieg). Noch heute legen die Menschen dort Blumen als Beweis ihrer Treue zu ihren Soldaten darauf. Mit der brennenden Flamme (auch auf dem Bild zu sehen) soll die Erinnerungen an diese Soldaten wach gehalten werden. 

Das waren jetzt nur ein paar Informationen und Monumente, es werden sicher noch welche folgen. Wer noch genaueres zu den einzelnen Denkmälern wissen möchte, kann mich gerne fragen oder einfach selbst im Internet suchen. Der Tag war atemberaubend schön, obwohl es zwischendurch geregnet hat und ich bin froh dort gewesen zu sein, es ist mit Sicherheit nicht das letzte Mal!  

 
Aussicht vom Plateau der Mutter Heimat auf die linke Uferseite vom Dnepr!Wünsche euch ein ruhiges und schönes Wochenende, viele liebe Grüße aus Kiew! 

До свидания! 

Verzögerungen

Hallo ihr Lieben,

da ich mich seit einer Weile nicht gemeldet habe, erkläre ich nun mal die derzeitige Lage! Ich habe nach langem Eifern und Kämpfen dann doch das Visum am 28. August bekommen, somit stand fest, dass ich am Sonntag den 30.August doch (wider Erwarten) fliegen werde. Da nun heute schon der 1.09.2015 ist könnt ihr euch denken, dass ich bereits angekommen bin.

Zu aller erst muss ich etwas zu der Wohnung sagen: Sie ist unbeschreiblich groß und sehr schön! Ich fühle mich hier gut angekommen. Von Kiew habe ich bereits viel gesehen, aber noch lange nicht alles.

Am ersten Tag (30. August) sind wir nur ein wenig durch unser Viertel gelaufen und sind essen gegangen. Den zweiten Tag verbrachten wir in Kiew Innenstadt, nachdem ich meine ersten beiden Stunden Russischsprachkurs hatte, sind wir den neuen Hafen und verschiedene alte Gebäude anschauen gegangen. Dazu habe ich das Nationalessen getestet: Вареники (Vareniki) und Борщ (Rote Beete Eintopf) und es ist unheimlich lecker !

Heute am dritten Tag hatte ich wieder meinen Sprachkurs und sind danach den Andreassteg hochgelaufen, an dem heute leider nicht viele Stände wie sonst waren, aber wir werden diesen Markt auf alle Fälle noch besichtigen! Weiterhin habe ich heute meinen Chef kennengelernt, der uns über verschiedene Umstände im Gastland, der Arbeit und der Leute unterrichtete. Abends war ich beim ersten Hockey Training unseres Kollegiums!

Die ersten Eindrücke, die ich soweit gesammelt habe sind überwältigend!! Die Leute hier in Kiew sind unglaublich freundlich, die Stadt an sich ist wunder-wunderschön und ich fühle mich pudelwohl, trotz Kommunikationsprobleme, die bis hierhin noch vorhanden sind. 

Mit vielen Grüßen aus Kiew, Paul