Sport

Guten Morgen liebe Leser,

heute vielleicht ein paar Worte zu meinem Sportprogramm hier im Osten. Hier im Kinderheim habe ich einen sehr engagierten Chef, der sich sehr für den Hockeysport einsetzt. 80% der Kinder fahren hier mindestens Inliner! Unser Chef differenziert aber akribisch zwischen Inliner fahren und Hockey spielen und sogar zwischen 2 untergeordneten Arten der beiden, nämlich Inline-/Hockey-Sport und -Fitness. Diese beiden Unterarten unterscheiden sich vor allem in der Häufigkeit des Trainings und an der Ernsthaftigkeit im Training. Ich habe mich vorerst für Hockey Sport gemeldet, was für mich bedeutet, fünf mal die Woche Training + ein Spiel am Wochenende. Zu meinen Hockey Künsten kann man sagen, dass ich das Grundprinzip verstehe aufgrund der Ähnlichkeit zum Handball, jedoch die Koordination mit den Skates, dem Schläger und der Gesichtsmaske manchmal Schwierigkeiten bereitet. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht den Meister 🙂

Die Ausrüstung hier ist ziemlich ausgezeichnet, jedes Kind besitzt ein volles Set Eishockey Ausrüstung bestehend aus Handschuhen, Knieschoner, Ellenbogenschoner, Brust- und Schulterschoner, Schutzhosen, Helm, Schläger und Schuhe. Die Schuhe kaufen sich die Kinder aber meistens neu, damit sie noch besser passen. Die Ausrüstung gehört den Kindern bis sie aufhören oder das Heim verlassen!

Da ich wusste, dass der Hockeysport hier sehr beliebt ist, haben Georg und Ich uns eigenen Inliner mitgebracht. Was wir nicht wussten: Inliner ist nicht gleich Hockeyschuh. Deswegen sind wir am Überlegen, ob wir uns Hockey schuhe kaufen, da diese besser angepasst an den Hockeysport sind und keine Bremse an einem der Schuhe haben.

Am Anfang haben wir natürlich bei den Kinder/Anfängern mittrainiert bis wir die grundlegenden Dinge konnten. Inzwischen spielen und trainieren wir schon bei den Herren mit, wenn auch weniger gut. Aber nochmal: Übung macht den Meister:

Inzwischen regnet es viel und es ist kalt geworden. Aufgrund dem Regen fällt das Hockey abends meistens flach, da der Platz einfach zu nass ist, um darauf Hockey zu spielen. Ausweichend wird dann Theorie mit Videoanalyse gemacht oder eine „Trockentrainingssession“ im Fitnessstudio. Das Hockey spielen macht sehr viel Spaß, auch wenn es anstrengend ist, vor allem für den Rücken, da man immer Belastung auf den Oberschenkel und dem Rücken durch die spezielle Haltung hat. Mein Boss plant im Mai/April auf Turniere in andere Städte zu gehen bzw. ein Turnier auf dem eigenen Platz zu veranstalten. Da man immer auf dem Platz in Russisch spricht, lernen wir auch viele neue Ausdrücke und Vokabeln rund um das Spiel und um alltägliche Dinge. Das Hockey-Sport-Team besteht zurzeit aus 10 Leuten, die regelmäßig kommen. Geplant sind 15 Leute pro Team, sodass man auch mal 6 gegen 6 spielen kann und nicht andere Mannschaften einladen muss ein Spiel zu spielen. Ich bin zuversichtlich, dass wenn wir am Ball bleiben die Fähigkeit Inliner zu fahren und mit dem Schläger umzugehen sehr gut wird. Auch mein Chef, Andre, denkt das!

Das war erstmal von mir, falls Fragen da sind einfach benachrichtigen 🙂

Viele Grüße aus dem kalten und nassen Kiew!

Пауль Пальме 🙂

    

  

  PS: Auf dem Bild links ist Ilja, der Freiwillige von vor 2 Jahren. Er war mit seinem Kumpel Christian hier eine Woche zu Besuch und hat bei mir gewohnt. War ne coole Zeit, du alter Гопник. 

Er hat selbstverständlich an den Trainingseinheiten und dem Spiel am Wochenende teilgenommen. 🙂

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2 Gedanken zu „Sport

  1. Also, Respekt, Paul, für eure Hockey-Begeisterung! Fünfmal in der Woche trainieren und am Wochenende ein Spiel, das erfordert schon Einsatz! Aber ich glaube, mir wäre dieser Sport zu martialisch, wenn ich dich so in deiner Hockey-Kluft begucke!
    Aber Hauptsache, euch und den Kindern machts Spaß.
    Bis bald,
    Christel

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    1. Hallo Christel,
      der Sport ist gar nicht zu martialisch wie Sie denken! Rollerhockey wird ohne Körperkontakt gespielt, in diesem Zusammenhang ist es anders als beim Icehockey!
      Der Sport hilft auch vor allem beim Frustabbau (im positiven Sinne natürlich).
      André hat es uns freigestellt, wie exzessiv wir das Sportprogramm durchziehen wollen und wenn es uns kein Spaß macht, dürfen wir es einfach reduzieren!

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